Forex ist die Abkürzung für “Foreign Exchange” und heißt übersetzt Devisen. Üblicherweise wird also der Devisenhandel mit Forex Trading gemeint. Wie bei jedem Handel bestimmt Angebot und Nachfrage den Preis. So auch bei den Währungen. Der Preis wird von 300 internationalen Banken bestimmt, die alle weltweit agieren.
Die Devisen werden am Forex Markt in Paaren gehandelt
Beispiele dafür wäre der Euro zum US-Dollar (EUR/USD) oder der US-Dollar zum japanischen Yen (USD/JPY). Dabei nennt man die links stehende Währung als Basiswährung, den rechts Stehenden als Nebenwährung. Bei den Paaren gibt es die sogenannten “Major Pairs” oder “Majors”. Das sind die Paarungen von Euro, US-Dollar, schweizer Franken, japanischer Yen und britisches Pfund. Alle anderen Paarungen werden als “Cross Pairs” bezeichnet.
Beim angegebenen Kurs handelt es sich um den Wert den man für den Kauf der Basiswährung in der angegebenen Devise (Nebenwährung) bezahlen muss. Der Kurs wird beispielsweise in dieser Form angegeben: EUR/USD: 1,340. Das heißt für den Kauf eines Euros müssten sie 1,340 US-Dollars bezahlen. Auf der anderen Seite würde sie, wenn sie einen Euro verkaufen, 1,340 US-Dollar erhalten.
Bei den jeweiligen “Pairs” werden zwei Preise angegeben. Der “Ask”-Preis muss bezahlt werden um eine Devisenpaar, also die Basiswährung zu kaufen. Gleichzeitig kann die Nebenwährung zu diesem Preis verkauft werden.
Beim “Bid”-Preis ist es genau umgekehrt. Zu diesem Preis kann die Basiswährung verkauft werden oder die Nebenwährung gekauft werden.
Den Unterschied zwischen Bid- und Ask-Preis nennt man im Forex Trading “Spread”. Üblicherweise ist er bei den Major Pairs sehr gering. Bei den Cross Pairs hingegen kann er weiter auseinander gehen. Je nach Marktlage verändert sich der “Spread”.
Wie beim Handel mit Aktien, Rohstoffen oder Optionen kann man auch beim Devisenhandel mit geliehenem Geld arbeiten. Die Begriffe Margin oder Leverage sind hier sehr wichtig. Sie bezeichnen den Prozentsatz bzw. das Verhältnis zwischen dem eingesetztem Kapital des Händlers und dem tatsächlichem Handelsvolumen. Es ist möglich durch die Einbezahlung eines “Sicherheitsleistung” ein Geldbetrag für einen Handel zu leihen. Es entsteht dadurch eine Hebelwirkung, die den Gewinn vervielfachen kann. Die Höhe der Sicherheitsleistung beträgt in der Regel 0,25 - 1 %. Rechnet man das hoch, so könnte mit einer Sicherheitseinlage von € 500,- mit einem Betrag von € 50.000,- - € 200.000,- handeln. Gerade am Anfang sollte damit aber vorsichtig umgegangen werden. Selbst geringfügige Kursänderungen haben eine große Auswirkung auf derart große Beträge.
Forex Broker
Falls ein Forex Broker Ihren Handel tätigt werden sie bei Ihm ein Konto eröffnet haben. Um Sicherzustellen, dass man nicht mehr verliert als auf diesem Konto ist, wird der Broker die Position rechtzeitig schließen. Das Guthaben auf diesem Forexkonto dient somit als Sicherheitsbetrag. Sie wird als “freie Margin” bezeichnet. Dieses Geld ist immer im Auge zu behalten, besonders aber falls sie sich Geld zum Handeln ausgeliehen haben (Margin/Leverage). Sollte diese “freie Margin” unter eine geforderte Mindestmargin (Mindestsicherheit) fallen wird der Händler vom Broker aufgefordert mehr Geld auf das Konto zu überweisen.
Wie auch bei anderen Handelsarten versucht der Devisenhändler den Kurs der Währungen zu prognostizieren. Dazu sind mehrere Untersuchungen nötig. Angefangen bei der technischen Analyse, die sich mit den vergangenen Kursverläufen beschäftigt über die Fundamentalanalyse, welche die wirtschaftlichen, politischen und volkswirtschaftlichen Faktoren berücksichtigt, bis hin zur immer wichtiger werdenen Behaviour Finance, der Analyse der Anlegerphilosophie.